„Jetzt wird‘s richtig schön“

„Jetzt wird‘s richtig schön – Zeit für den Urlaub“

Sardinien ist weit mehr als nur Sonne, Strand und Meer

Wussten Sie eigentlich, dass Sardinien mit 20.090 Quadratkilometern die zweitgrößte Insel im Mittelmeer ist? Etwa so groß wie Dänemark und mit einer Küstenlinie von rund 1.900 Kilometern, reihen sich hier traumhafte Strände und einsame Buchten mit Höhlen und Grotten an schroffe Steilküsten. Wahre Kenner aber wissen, dass die Insel nicht nur ein hinreißendes Sommerreiseziel ist, sondern auch die Nebensaison auf Sardinien ihre besonderen Reize hat. Es ist die Zeit der Rundreisen und des Aktivurlaubs mit Wander-, Rad- oder Reitausflügen.

Dünen auf Sardinien.
Sardinien: Dunen von Scivu im Süden Sardiniens © www.sardinien-sardinia.com

Bis März gehört die Insel wieder den Sarden

Bis Ostern bleibt es ruhig auf Sardinien und die Insel ist wieder ganz in der Hand der Sarden. Doch nach der Trockenheit im Sommer hat der Novemberregen Sardinien in eine grüne Insel verwandelt. Bei milden Temperaturen kann man jetzt von entspannten Strandspaziergängen über leichte Wanderungen in einem der zahlreichen Natur- und Nationalparks bis hin zu anstrengenden Trekkingtouren auf der Insel alles unternehmen, was das Wanderherz erfreut. Auch Radler kommen in der Nebensaison auf Sardinien voll auf ihre Kosten, denn die in der Nebensaison wenig befahrenen Landstraßen laden geradezu zum Radfahren ein. Während Genussradler an den eher flachen Küstenstrichen bestens aufgehoben sind, müssen Radfahrer im hügeligen Landesinneren schon eine gute Portion Kondition mitbringen. Mountainbiker finden dagegen auf den zahlreichen unbefestigten Forst- und Hirtenwegen die Herausforderungen, auf die sie schon lange gewartet haben.

Sardinien: Fahrrad-Fahren in der Nebensaison © www.sardinien-sardinia.com
Sardinien: Berg-Wandern in der Nebensaison © www.sardinien-sardinia.com

Urlaub auf dem Bauernhof

Da viele Hotels in der Nebensaison auf Sardinien geschlossen haben oder nur Übernachtung und Frühstück anbieten, hat es viele Vorteile, ein Zimmer oder eine Ferienwohnung bei einem Agriturismo zu buchen. Zum Beispiel im Agriturismo Aggius im Herzen der Provinz Gallura, wo das hofeigene Restaurant seine Gäste mit typisch sardischen Speisen wie Wildschwein, Spanferkel, Zicklein, Gnocchi, Ricotta-Ravioli oder der berühmten Zuppa Gallurese verwöhnt.

Während Kinder in Aggius mit Pferden, Eseln, Kühen, Gänsen und Ziegen auf Tuchfühlung gehen können, finden auch Hundehalter inmitten der wunderschönen Steineichenwälder, die das Agriturismo Montevecchio umgeben, ein kleines Paradies zum Abschalten und Genießen.

Tipp: Karneval auf Sardinien

Der sardische Karneval ist kein Fest wie jedes andere und fällt in die Nebensaison auf Sardinien. Er wird auf der ganzen Insel gefeiert und beginnt schon Mitte Januar mit den Feuern zu Sant Antonio Abate und endet am Aschermittwoch. Die Hauptfeste finden aber an Weiberfastnacht und am Fastnachts-Dienstag statt. Während in Mamoiada die Menschen mit den kohlrabenschwarzen Masken der Mamuthones zum rhythmischen Klang der Kuhglocken durch die Straßen ziehen, tanzt der Umzug der Merdules und Boes mit Tiermasken durch die Straßen von Ottana – ein Vermächtnis alter heidnischer Kulte. In Oristano läuft dagegen die Sartiglia, ein farbenprächtiges Reiterspiel, das für eine gute Ernte sorgen soll. Der bekannteste Karneval auf der Insel ist aber wohl der von Tempio Pausania. Hier thront auf einem der Umzugswagen Re Giorgio (König Georg), eine Puppe, die jedes Jahr die Züge einen anderen Politikers annimmt und für alles Negative im Vorjahr verantwortlich gemacht wird. Doch egal, wo man am sardischen Karneval teilnimmt, keiner kann sich der Stimmung, Fritelle (eine Art Krapfen) und Wein entziehen und wird unweigerlich in die Festlichkeiten mit einbezogen.